Archiv Schwalbach
09.09.11
Schwalbach (Pressemitteilung)
Gemeinsame Resolution zum Fluglärm
Die SPD Landtagsabgeordnete und Schwalbacher SPD-Vorsitzende, Nancy Faeser, tritt seit Jahren für das Nachtflugverbot und für einen gerechteren Interessenausgleich zwischen dem Flugbetrieb und den betroffenen Anwohnern ein. Die SPD-Schwalbach wird sich auch weiterhin gegen Fluglärm stark machen. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Hartmut Hudel schlägt deshalb eine gemeinsame Resolution zum Fluglärm vor, die hoffentlich von allen Parteien in Schwalbach mitgetragen wird und in der nächsten Stadtverordnetenversammlung beschlossen werden soll.

Der Text ist einer Beschlussvorlage aus Kelkheim entlehnt und hat folgenden Wortlaut:

„Aufgrund der veränderten Flugrouten wird bereits jetzt erkennbar, dass es durch die neue Landebahn am Frankfurter Flughafen zu einer erheblichen Lärmzunahme in der gesamten Region und auch in Schwalbach kommen wird.

Die Stadtverordnetenversammlung beauftragt daher den Magistrat, beim Umweltbundesamt, dem Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung, bei der hessischen Landesregierung und der Deutschen Flugsicherung sowie der Fraport AG folgende Ziele in Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen Bad Soden, Eschborn, Hofheim, Liederbach, Kelkheim und Sulzbach durchzusetzen. Alle möglichen Maßnahmen für eine Fluglärmminderung sind dabei zu nutzen. Insbesondere wird aber gefordert

1. die nördliche Gegenanflugroute zum Flughafen Frankfurt am Main dahingehend zu überprüfen, ob alternative Routenführungen zu einer spürbaren Lärmentlastung der Kommunen führen. Alle möglichen Varianten sind mit den hiervon betroffenen Kommunen abzustimmen;

2. die Überflughöhe von 3.000 Metern im Raum Schwalbach und den

Nachbarkommunen einzuhalten;

3. alternative lärmmindernde Anflugverfahren zeitnah einzuführen;

4. ein Nachtflugverbot in der Zeit von 22 - 6 Uhr durchzusetzen;

5. überdurchschnittlich laute Flugzeuge mit deutlich höheren Landegebühren zu belegen, um langfristig deren Flugaufkommen in Frankfurt zu reduzieren;

6. die exakte Routenführung zum Bestandteil ordentlicher Planverfahren zu machen, damit die betroffene Bevölkerung ein Anhörungs- und Einspruchsrecht hat.“

Da die Betroffenheit in unseren Nachbarkommunen identisch ist, soll durch möglichst gleichlautende Resolutionen zum einen die Verbundenheit der Kommunen gezeigt und zum anderen der Druck auf die o.g. Unternehmen und Institutionen erhöht werden.

Mit freundlichen Grüßen

Eyke Grüning

 

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