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19.06.2019|Kreistagsfraktion (Pressemitteilung)

SPD zeigt Mikroplastik die Rote Karte

Viele Kunstrasenplätze in Sportanlagen geben in großer Menge Mikroplastik an die Umwelt ab. Der steht im Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein und die Natur zu schädigen. Bereits ab 2022 droht ein EU-Verbot. Die SPD will, dass hier der Kreis vorsorglich aktiv wird und die Vereine unterstützt. – Mikroplastik ist ein großes Thema, wenn es um die Verschmutzung der Meere oder die Belastung von Lebensmitteln geht. Doch wo kommt es her? Das hat die EU prüfen lassen und kommt zu dem Ergebnis: Eine der größten Quellen sind unsere Sportplätze – als wahre „Mikroplastik-Schleuder“ haben sich Kunstrasen-Fußballplätze erwiesen. Die meisten von ihnen enthalten Granulat aus Mikroplastik, oft günstig hergestellt aus alten Autoreifen. Pro Sportplatz liegen 35 bis 100 Tonnen der kleinen Plastikkügelchen als Füllmaterial verteilt, bis zu 10 Prozent davon gibt jeder Platz pro Jahr durch Verwehung oder Auswaschung an die Umwelt ab. Eine besondere Gefahr besteht hier für das Trinkwasser, denn viele Kläranlagen sind bislang nicht ausreichend auf die Filterung dieser kleinsten Plastikteilchen vorbereitet.

Die SPD möchte nun, dass der Main-Taunus-Kreis prüft, wie viele Plätze im Kreisgebiet betroffen und welche Alternativen umsetzbar sind. Und bei den kreiseigenen Sportplätzen soll sofort Schluss sein mit dem Einsatz von Mikroplastik. Lieber soll bei Neuanlagen auf alternative Produkte gesetzt werden. „Der Kreis muss hier mit gutem Beispiel vorangehen“, findet Christian Matz von der SPD-Kreistagsfraktion, „außerdem wäre es unsinnig, jetzt noch Materialien zu verbauen, die bald verboten sein könnten.“

Denn der „große Hammer“ droht 2022, wie unter anderem der hessische Fußballverband bereits Alarm geschlagen hat: Dann nämlich könnte im Rahmen der europäischen Chemikalien-Verordnung „REACH“ ein EU-weites Verbot von Mikroplastik-Freisetzungen in Kraft treten. Viele Kunstrasenplätze wären dann nicht mehr nutzbar und müssten aufwendig abgetragen werden. Übergangsfristen oder Sonderregelungen sind bislang keine vorgesehen.

„Das ist wäre ein großer Schlag für alle Sportbegeisterten. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, was das dann für den Spielbetrieb und die Sportvereine bedeutet“, meint Christian Matz und will, dass der Kreis die Sportvereine unterstützt: „Wir wollen, dass der Main-Taunus-Kreis ein Konzept entwickelt, wie die Sportvereine im Kreis den Sportbetrieb aufrechterhalten können, falls das EU-Verbot wie bisher vorgesehen im Jahr 2022 in Kraft tritt.“ Denn viele Sportvereine

benötigen Unterstützung bei einem Austausch innerhalb kurzer Zeit. Darum soll vorsorglich geplant werden, wie ein Austausch ohne Einbußen für den Sportbetrieb schnell und reibungslos erfolgen und wie der Kreis für diesen Fall finanziell oder beispielsweise auch mit der Koordination und Unterstützung bei der Beantragung von Fördermitteln helfen kann.

 

Christian Matz

Christian Matz von der SPD-Kreistagsfraktion

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